
VINTAGE
FLIESEN
Schweiz
Platten-Abriebklassen
Im Gegensatz zu unglasierten Platten, die eine harte und rutschsichere Oberfläche aufweisen, werden glasierte Fliesen entsprechend ihrer Strapazierfähigkeit und Verwendungsmöglichkeiten in unterschiedliche Abriebklassen eingeteilt.
Klasse 1: Für Räume mit leichter Beanspruchung, z.B. den Barfuß- und Hausschuhbereich in Bädern und Schlafzimmern oder als Wandbelag.
Klasse 2: Für Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie den allgemeinen Wohnbereich im Wohn- und Esszimmer.
Klasse 3: Für Räume mit mittelstarker Beanspruchung, z.B. in Dielen, Fluren sowie auf Terrassen und Balkonen.
Klasse 4: Für Räume mit hoher Beanspruchung, z.B. in Hauseingängen, Küchen, Arbeits- und Wirtschaftsräumen.
Klasse 5: Für höchste Beanspruchung in allen Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie z.B. Garagen, Industrielabore usw.
Trittsicherheits-Bewertungsgruppen
Im gewerblichen Bereich sind Bodenfliesen der Bewertungsgruppen R9, R 10, R 11, R12 und R13 vorgeschrieben. Darunter ist zu verstehen, dass die Platten auch bei einem Neigungswinkel (Gefälle) von 3 bis 10° (R9), 10 - 19° (R10), 19 - 27° (R11), 27 - 35° (R12) und über 35° (R13) einen geringen, normalen, erhöhten, großen oder sogar sehr großen "Haftreibwert" haben.
Steingutplatten
sind glasierte keramische Platten. Die durchsichtige oder undurchsichtige keramische Glasur wird in der Regel im zweiten Brennvorgang aufgeschmolzen. Die Oberfläche kann unterschiedlicher Art gestaltet sein. Diese Platten eignen sich allerdings nur für den Innenbereich, weil sie nicht frostsicher sind.
Feinsteinzeugplatten
Feinsteinzeugplatten sind fein aufbereitete und hoch gesinterte Platten mit extrem niedriger Wasseraufnahme. Demnach liegt die Wasseraufnahme von Feinsteinzeugprodukten bei höchstens 0,5 % des Gewichtes. Das heißt, die materialische Besonderheit von Feinsteinzeug besteht vor allem in der extrem niedrigen Wasseraufnahme.
Zementplatten
Diese Fliesen weisen eine Dicke von etwa 16 bis 22 mm auf.
Bei Zementfliesen sind die Übergänge zwischen den verschiedenen Farben weich. Nach dem Verlegen wird die offenporige Oberfläche gegen Flecken imprägniert, was in den ersten Jahren regelmässig wiederholt werden muss.